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Kommunalpolitik

Fairness hatten sich die Wanfrieder Parteien im Vorfeld des Kommunalwahlkampfes gelobt. Was die CDU darunter versteht, konnten Besucherinnen und Besucher der Stadtverordnetenversammlung am Freitag erleben. Eine ruhige und sachlich begonnene Stadtverordnetenversammlung wurde durch die Redebeiträge von Stadtverordnetem Vogt (CDU)  und Bürgermeister Gebhard (CDU) in einer Weise geführt, die diesem Hause nicht würdig ist.

Nach einer sachlichen Analyse des Stadtverordneten Benjamin Franke (SPD) über die aktuelle Situation der Stadt Wanfried wurde dieser  persönlich  angegriffen und diffamiert. Dies mündete in den Vorwurf, dass er für die Stadt Wanfried  „noch nichts gemacht habe und er die Stadt schlecht rede“.  Es ist schade, dass man in der Stadtverordnetenversammlung anscheinend nur das sagen darf, was in die Sichtweise der CDU passt.  Gebhard scheint in bestimmten Momenten zu vergessen, dass er Bürgermeister dieser Stadt  und nicht (mehr) Fraktionsvorsitzender der CDU ist. Stadtverordnetenvorsteherin Niklass (gleichzeitig Vorsitzende der CDU Wanfried) sah anscheinend keinen Grund beide Redner zu ermahnen, wie es ihre Aufgabe gewesen wäre, um eine angemessene Diskussionskultur sicher zu stellen.

Gut, dass dieses Szenario keine jungen Bürgerinnen und Bürger miterlebt haben, denn oben beschriebene Verhaltensweisen tragen sicherlich dazu bei, dass sich junge Leute – aber auch ältere – von der Arbeit in Parlamenten  fernhalten. Denn wer will schon mit dem Risiko leben, so plattgemacht zu werden. Vogt und Gebhard haben letztendlich der Demokratie einen Bärendienst erwiesen.

Doch damit nicht genug. Einen weiteren „Höhepunkt“ obiger Art setzte Stadtverordneter Kophamel (CDU), der einen Rückblick über seine 18-jährige Tätigkeit als Stadtverordneter  geben wollte. Dieser entwickelte sich allerdings als Wahlkampfrede für die CDU. Stadtverordnetenvorsteherin Niklass griff (natürlich) wiederum nicht ein. Im Wahlkampf ist anscheinend Alles erlaubt.

Sehr interessant war aber die Aussage Kophamels, dass er bis zum Zeitpunkt der Übernahme des Bürgermeisteramtes durch Gebhard den Haushaltsplan der Stadt Wanfried gar nicht verstanden habe. Gleichwohl hat er darüber aber abgestimmt, immerhin über einen Zeitraum von 10 Jahren. Ein schier unverantwortliches Handeln.  Anscheinend gab es auch keinen in der CDU, der Ihm den Haushaltsplan erklären konnte.

Wie nervös bzw. unsicher muss man eigentlich sein, um zu solchen Mitteln zu greifen?

Wir geben die Hoffnung aber nicht auf, dass nach der Wahl auch mit der CDU ein gemeinsames Agieren zum Wohle der Wanfrieder Bürgerinnen und Bürger möglich sein sollte.

 
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