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SPD-Landesverbände fürchten um Wert der Mitgliedschaft :

Presse

"Der völlig falsche Ansatz": Der Vorschlag der Parteispitze, alle interessierten Bürger bei Kandidaten-Aufstellungen mitbestimmen zu lassen, stößt auf Vorbehalte.
Die SZ dokumentiert die Reaktionen in den SPD-Landesverbänden.

Der Plan der SPD-Spitze, künftig auch Nichtmitglieder bei wichtigen Personalfragen mitbestimmen zu lassen, stößt in Teilen der Partei auf Protest. So will die hessische wie auch die niedersächsische SPD dieser Reform nicht zustimmen, wie eine Umfrage in den Landesverbänden ergab.

"Die SPD muss viel verändern, aber dieser Punkt ist der völlig falsche Ansatz", sagte der hessische SPD-Generalsekretär Michael Roth am Dienstag der Süddeutschen Zeitung. "Faktisch wird die Mitgliedschaft in der SPD entwertet, wenn auch interessierte Nichtmitglieder darüber entscheiden, wer für die SPD bei Parlaments- oder Direktwahlen ins Rennen geht", sagte Roth. Bislang sei dies ein "exklusives" Recht der Parteimitglieder. Er halte es für "den falschen Weg", den SPD-Mitgliedern dieses "zentrale Recht" abzusprechen. Er sei auch gegen ein Zweiklassensystem, in dem bei wichtigen Fragen alle Interessierten entscheiden, und bei weniger wichtigen Fragen allein die Parteimitglieder.

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(Marc Widmann, Jens Schneider, Romand Deininger, Bernd Dörries und Katja Auer - sueddeutsche.de)

 
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